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| Hofgut Laubenheimer Höhe öffnet seine Tore |
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Geschrieben von: Werner - 28.03.2011 10:42
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Mainz, im März 2010. Es ist vollbracht. Nach nur sechs Monaten Bauzeit geht das Hofgut Laubenheimer Höhe am 25. März an den Start. Zwischen Traum und Wirklichkeit liegen gerade einmal zwei Jahre. Im Frühjahr 2009 hatten Anja und Christian Barth während eines Spaziergangs über die Laubenheimer Höhe, dem höchsten Punkt von Mainz, die zündende Idee: Hier müsste man einen Weinerlebnis-Parcours für alle schaffen. Jetzt wird ihr Traum Wirklichkeit.
![[Bild: laubenheimer_hoehe.jpg]](http://forum.weinfreaks.de/portal/bilder/laubenheimer_hoehe.jpg)
Drei Schwerpunkte wurden gesetzt und bestimmen auch nach der Fertigstellung die Arbeit auf dem Hofgut: 1. Nachhaltigkeit, 2. Konzentration auf das Thema Wein und 3. Regionalität des Angebots. Zwanzig neue Mitarbeiter fanden einen Arbeitsplatz mit Aussicht. Weit schweift der Blick ins Land. Rundum viel Raum für Spaziergänger, Wanderer, Fahrradfahrer und Reiter. Pferde grasen auf weitläufigen Weiden, und die Reben sind zum Greifen nah. Nachts glitzern tausende von Lichtern in der Rheinebene.
Heimatküche ist Trumpf
Viel Licht und viel Raum, dazu edle Materialien aus der Natur, Rückzugspunkte und gezielt gesetzte Blickfänge – so präsentieren sich die einzelnen gastronomischen Einheiten. Auch Geschäftsführer Martin Joham und Restaurant Leiter Max Feigel sind begeistert. Die »Weinbergshütte« mit alpinen Anklängen ist das Herzstück der Gastronomie. Angeboten wird authentische, regionale Küche. Zum Einsatz kommen dabei ausschließlich Produkte aus Rheinland-Pfalz. Die Weinkarte umfasst über 200 Positionen. Der »Weinbergshütte« vorgelagert ist eine große Panoramaterrasse mit versenkbaren Glasscheiben, die für höchsten, zugluftfreien Sitzkomfort sorgen. Eine Ebene tiefer lädt der »Weingarten« zum unkomplizierten Verweilen mit Selfservice ein.
Wein neu erleben
Weinfreunde finden in der stylish gestalteten Vinothek ihr Eldorado. Allein vierzig offene Weine und zehn verschiedene Weinproben werden angeboten. Ausgestattet mit benutzerfreundlichen Anleitungen kann hier jeder sein ganz persönliches Weinfest feiern. Zur Auswahl stehen die vierzig besten Mainzer Weine sowie die hundert besten Weine aus Rheinhessen. Darüber hinaus können sechs Weine aus jeder der »Great Wine Capitals« verkostet werden. Und on Top hat das Deutsche Weininstitut die besten deutschen Rieslinge zur Präsentation ausgewählt. Im Keller lockt die »Riesling Lounge« – eine moderne Hommage an die königliche Rebsorte. Sie kann für Veranstaltungen gemietet werden und steht nur für geschlossene Gesellschaften zur Verfügung.
Alles ganz easy
Ganz easy und unverkrampft geht es in allen gastronomischen Einheiten des Hofguts zu. Zielgruppe sind Menschen jeden Alters, die in ansprechender Atmosphäre verweilen und das Leben und den Wein genießen möchten. Viel ebene Flächen und ein gutes Wegenetz – darüber freuen sich Kinderwagenfahrer und Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Mit dem Auto kommt man ganz nah dran. Über 130 Parkplätze und eine bequeme, mit Bäumen gesäumte Zufahrtstraße wurden geschaffen. Gerade einmal fünf Minuten läuft man zur nahegelegenen Bushaltestelle, was auch für Weinfreunde eine gute Nachricht ist. Den Fahrplan muss man sich merken. Die Öffnungszeiten des Hofguts nicht. Einen Ruhetag gibt es nicht.
Ungestört feiern
Für Veranstaltungen und Feiern steht die große »Hofscheune« zur Verfügung. Ob im Saal, auf der Bühne oder auf der Galerie – hier gibt’s viel Bewegungsfreiheit für die Gäste und dazu einen grandiosen Ausblick. Ein Lounge Bereich auf der Terrasse gehört mit dazu, wenn hier getagt oder gefeiert wird. So können alle ungestört genießen. Unter sich sind auch die Gastpferde, die auf dem Hofgut in großzügigen Boxen untergebracht sind. Ihnen und ihren Menschen gefallen die neue Reithalle und auch der Reitplatz. Sie gehören mit zum Areal des Hofguts und sorgen für eine ganz besondere Atmosphäre.
Gut beraten
Wie bereits beim Um- und Ausbau des Favorite Parkhotels hat sich Christian Barth wieder fachkundige Hilfe vom Mainzer Architekturbüro Mann und Schneberger geholt. Die Innenausstattung des Hofguts lag in den Händen von Peter Albert. Mit seinem Büro »Edelweiß« ist das gastro-affine Team immer dann gefragt, wenn Wert auf individuelle, besondere Lösungen gelegt wird.
Glückliche Eltern
Mit einem Investitions-Volumen von sechs Millionen Euro und großem persönlichen Einsatz haben die Familien Barth das Großprojekt Hofgut Laubenheimer Höhe gestemmt. Jetzt muss das »Baby« laufen lernen. Anja und Christian Barth freuen sich auf die ersten Schritte und bleiben – wie sich das für gute Eltern gehört – immer wachsam, damit alles einen guten Weg nimmt. »Wir sind glücklich und stolz, dass wir an diesem ganz besonderen Ort einen Lebenstraum verwirklichen dürfen«, sagt Christian Barth.
Website: http://www.hofgut-laubenheimer-hoehe.de
Für Fragen der Medien: Lydia Malethon, PR Profitable, Telefon +49 6723 9137674
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| Ein legendärer Wein: Weingüter Wegeler feiern 110 Jahre Bernkasteler Doctor |
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Geschrieben von: Werner - 28.08.2010 08:28
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Julius Wegler war ein kluger Mann. Im Denken und Handeln war er seiner Zeit weit voraus. Sein kaufmännischer Verstand und sein untrügliches Gespür für Qualität schufen die Voraussetzungen für eine Erfolgsgeschichte, die Jahr für Jahr fortgeschrieben wird. Im Rheingau und an der Mosel — mit weltberühmten Weinen und vielen Auszeichnungen, die die Nachfahren des Gründers der Weingüter Wegeler mit Dankbarkeit und Stolz erfüllen.
Luxus pur — Die teuerste Transaktion in der Weingeschichte
Am Mittwoch, den 7. November 1900 begann die Geschichte des Weglerschen Gutshauses im romantischen Mosel-Städtchen Bernkastel. Commerzienrat Carl Wegeler, der Bruder des Weingutsgründers Julius Wegeler, wurde nach vielen Anläufen mit dem Bürgermeister von Bernkastel endlich handelseinig. Für 100 Goldmark pro Stock kaufte er im Auftrag der Familie Wegeler einen großen Teil des legendären Doctorbergs. Der Preis war astronomisch und entspricht auf heutige Verhältnisse umgerechnet circa 1000,- € pro Weinstock. Insgesamt gingen nach heutigem Wert 6,6 Mio. € für die kleine 100 m auf 100 m große Parzelle über den Tisch. Nie zuvor und auch nie mehr danach war so viel Geld für eine Weinbergs-Transaktion bezahlt worden. Ein Chemiearbeiter verdiente damals gerade einmal 120 Goldmark im Monat. Ein Zentner Kartoffeln kostete 1,20 Goldmark. Doch die Investition hat sich gelohnt, denn der Doctorberg ist ein einzigartiges Kulturgut.
Erbaut mit Weitblick — Das Bernkasteler Gutshaus
Doch wohin mit dem Trauben aus dem Doctor, wie der Weinberg kurz genannt wird. Ein Gutshaus, das einem solchen »Geschenk« der Natur würdig war und ist, musste her. Gut ein Jahr betrug die Bauzeit des heute noch intakten Bernkasteler Gutshauses, das Julius Wegeler von 1902 bis 1903 im Ortsteil Cues errichten ließ. Auch bei diesem Projekt bewies er Weitblick. State-of-the-Art darf man das getrost nennen, was hier geschaffen wurde. Noch heute staunen Weinfachleute und Gäste aus aller Welt über die gut durchdachte Konstruktion, die sich am Prinzip der Schwerkraft orientiert. Alle drei Ebenen sind ohne Treppen durch verschiedene Zufahrten zu erreichen. Ganz ohne Hilfe von mechanischen Hebeanlagen oder Pumpen verläuft der Weg der Traube bis sie schließlich unten im tiefen Keller zu Wein wird. Der schonende Umgang im Entstehungsprozess, bei der Verarbeitung und bei der Lagerung entspricht exakt der Wertschätzung, die das gesamte Wegeler-Team dem Wein entgegen bringt.
Der Mühe Lohn — Welthöchstnoten für den Doctor
Die Qualitätsbemühungen, die sich in den beiden Gutshäusern der Wegelers am Rhein und an der Mosel wie ein roter Faden durch alle Ebenen und Hierarchien ziehen, tragen immer wieder Früchte. Gerade einmal zehn Weine weltweit der Jahrgänge 2007, 2008, 2009 sind zur Zeit vom »Wine Spectator« mit der Welthöchstnote von 98 Punkten versehen. Einer davon ist die Trockenbeerenauslese des Jahrgangs 2007 aus dem Doctorberg.
![[Bild: doctor_trockenbeerenauslese.jpg]](http://forum.weinfreaks.de/portal/bilder/doctor_trockenbeerenauslese.jpg)
Cool Climate Wine — Die Renaissance eines Geschmacksprofils
Adenauer, Eisenhower und Thomas Manns Felix Krull haben dem Bernkasteler Doctor Ehre gezollt. Auf Staatsemfängen, bei rauschenden Festen und im Lesesessel genießt man die Weinlegende. Kaum eine Weinkarte, die auf sich hält, auf der dieser Wein nicht zu finden ist. Das erfüllt die Erzeuger mit Stolz. Doch auch eine aktuelle Entwicklung lässt Tom Drieseberg, der gemeinsam mit seiner Frau Anja Wegeler-Drieseberg die Geschicke der Weingüter Wegeler leitet, erwartungsfroh in die Zukunft schauen. Nach langen Jahren sind filigrane, elegante Weine, denen es bei aller Verspieltheit nicht an Länge und Dichte fehlt, heute gefragter denn je. Als »cool climate wines« feiern sie weltweit ihre Wiederentdeckung. Die Entwicklung des Wein-Geschmacks geht mehr und mehr weg von alkoholreichen, schweren und verholzten Weinen hin zu echten Weinkunstwerken, wie sie unter den klimatischen Bedingungen unserer Breitengrade wachsen. »Wir sind mittendrin in der Renaissance eines Geschmacksprofils. Deshalb rechnen wir fest damit, dass Weine wie der Bernkasteler Doctor in den nächsten Jahren noch einmal gewaltig zulegen werden: An Beliebtheit, an Wert und auch an Wertschätzung«, so Tom Drieseberg.
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| Jünger mit jedem Zug: Reife Rieslinge und edle Cigarren – eine verblüffende Begegnung |
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Geschrieben von: Werner - 06.11.2009 20:23
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Weißweine sind hervorragende Cigarrenpartner. Das weiß nur fast keiner, ähnlich wie beim Käse – da gilt häufig ein Rotwein als erste Wahl, obwohl sich Weißwein durch seine Säure und die manchmal vorhandene dezente Restsüße meist deutlich besser als Käsebegleiter eignet. Auch Cigarrenaromen werden durch die Säure im Weißwein wunderbar aufgefrischt. Die Rauch- und Fruchtnoten spielen angenehm miteinander. Der Weißwein braucht nur eine gewisse Fülle und Substanz. Allzu filigrane Aromen gehen in der Kombination mit Cigarren buchstäblich »in Rauch auf« und lassen sich nicht mehr erschmecken. Man wähle also mindestens eine Spätlese, kein federleichtes »Sommerweinchen«. Ideal zur Cigarre ist ein Riesling, der gerne auch halbtrocken und gereift sein darf. Durch längere Reifung entwickeln Rieslinge neue Aromen, auch Tertiäraromen genannt, die an reife gelbe Früchte, Trockenobst, Nüsse, altes Leder und Bienenwachs erinnern.
![[Bild: geheimratjweihnachtlich.jpg]](http://forum.weinfreaks.de/portal/bilder/geheimratjweihnachtlich.jpg)
Aus reif mach jung
Zusammen mit einer Cigarre genossen ist ein merkwürdiger Effekt wahrnehmbar: Der Riesling scheint jünger und frischer, wirkt facettenreicher und vielschichtiger als »ohne«. Cigarrenfreunde sollten sich diese Erfahrung zunutze machen, denn für die Wahl der Cigarre gilt Ähnliches wie für den Wein: Der Rauch braucht Fülle und Würze. Also am besten ausgereifte Cigarren ruhig mit großem Ringmaß wählen! Die passen perfekt zu einem gereiften Wein und sorgen für Aha-Erlebnisse der angenehmen Art. Es muss übrigens nicht unbedingt eine Havanna sein.
Warum Weine und Cigarren so gut harmonieren, liegt vielleicht am Herstellungsprozess: Beide Genießerprodukte sind Ergebnisse einer Fermentierung!
Beispiel Nummer eins: Man nehme einen 2001er »Geheimrat J« Riesling Spätlese trocken, Rheingau, Weingüter Wegeler. Der große Rheingauer zeigt im Duft subtile Mineralik, tiefe Noten von Mirabellen, Äpfeln und Zitrusfrüchten, auch getrockneten Aprikosen bei immer guter Frische und ausgewogener Länge. Man kombiniere diesen mit einer Macanudo Reserva Annual 2006, Dominikanische Republik. Aus der Hand von Cigar Master Daniel Nuñez stammt diese limitierte Edition (Deckblatt San Agustín/Honduras, Einlage Dom. Rep., Honduras und Mexiko, Umblatt Connecticut) in hervorragender Verarbeitung. Kräftig im Rauch mit zarten Leder- und Zedernholznoten und ausgereifter Tabak-Aromatik. Die Kombination wirkt sehr erfrischend und belebend. Die Fruchtnoten des Weins werden sehr gut betont, er wirkt noch frischer, wobei seine Mineralität dem Rauch Struktur gibt. Angenehm zartbitteres Finale. Zwei kraftvolle Partner, die sich dennoch gegenseitig gelten lassen.
Beispiel Nummer zwei: Man nehme einen 1986er Bernkasteler Doctor Riesling Spätlese, Mosel-Saar-Ruwer, aus dem Gutshaus der Weingüter Wegeler an der Mosel. Der Doctor macht seiner Tradition Ehre. Die Lage verdankt ihren Namen Erzbischof Boemund II., der im 13. Jahrhundert seine Genesung von einer schweren Erkrankung dem Genuss dieses Weines zuschrieb. Goldgelb im Glas, lässt er so gut wie keine Alterungserscheinungen spüren. Großartige Nase, hoch elegante Frucht mit Noten von Mirabelle und gelbem Apfel, grandios ausgereift, subtil und ausgewogen bei sehr dezenter Süße, ist diese Spätlese ein schönes Beispiel, wie sich Restsüße beim Reifen harmonisch einbindet! Man kombiniere den Doctor mit einer El Credito Serie R, Dominikanische Republik. Kleines Robusto-Format, maduro Deckblatt, sehr gut verarbeitet; mittelkräftiger, würziger Rauch mit Biss und hellen Pfeffernoten. Diese Kombination erzeugt ein weiches, fast samtiges Mundgefühl, denn beide Partner gehen »aufeinander ein« und geben sich gegenseitig Halt, alles wirkt delikat und edel. Die Fruchtaromen des Weines werden zitrusbetonter und damit frischer wahrgenommen. Der Hauch Süße ist genau richtig und verleiht dem Rauch Schmelz. Der Wein beweist hier, dass für Cigarren der Alkoholgehalt nicht unbedingt sehr hoch sein muss, denn der Doctor punktet mit gerade einmal 8 Volumenprozent.
Interessant zu wissen: Die Kombination mit der Macanudo Reserva Annual 2006 erschließt deutlich mehr Frucht-Dimensionen. Diese Cigarre holt einfach noch mehr Nuancen aus dem Wein heraus, ohne dessen Charakter zu verändern. Das ist äußerst edel – man spürt auf der Zunge die gesamte Entwicklung dieses Rieslings von seiner fruchtigen Jugend bis zur subtilen Reife im Zeitraffer. Eine Kombination zum Meditieren über die Vergänglichkeit der Zeit und die Beständigkeit des Genusses!
Bezugsquellen:
• Weine: Weingüter Wegeler, http://www.wegeler.com
• Cigarren: Im Fachhandel, Nachweis über Arnold André, Bünde; http://www.arnold-andre.de
Presseinfos: Lydia Malethon, PR Profitable. Telefon +49 611 1669615 oder per E-Mail unter l.malethon@pr-profitable.de
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| VDP Nahe-Ahr: 58. Weinversteigerung in Bad Kreuznach |
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Geschrieben von: Werner - 29.09.2009 17:12
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250 Besucher fanden am Wahlsonntag den Weg in das bis auf den letzten Platz gefüllte Museum Römerhalle in Bad Kreuznach, um die 58. Weinversteigerung der Prädikatsweingüter von Nahe und Ahr zu besuchen. Zum dritten Mal waren auch VDP-Kollegen aus Rheinhessen und der Pfalz zu Gast. Unter den zahlreichen Gästen aus dem Ausland konnte Vorsitzender Armin Diel auch ein Team des südchinesischen Fernsehens begrüßen, das eine 100-minütige Dokumentation über Weinkultur in Rheinland-Pfalz drehte. Bevor die eigentliche Versteigerung unter der Aegide des erfahrenen Versteigerers Hans-Jürgen Podzun begann, verabschiedete Diel die bisherigen Eigentümer der Gutsverwaltung Niederhausen-Schlossböckelheim, Tilly und Erich Maurer, und stellte mit Jens Reidel den neuen Gutsherr auf der ehemaligen Staatsdomäne vor. Dessen satzungsgemäß erforderlichen Wiederaufnahmeantrag hatte die außerordentliche Mitgliederversammlung des VDP-Nahe am Vormittag einstimmig gebilligt.
Die Versteigerung begann mit den Spätburgunder Rotweinen von der Ahr, die mit 1.520 Flaschen und einem Umsatz von 135.295 Euro mehr als die Hälfte zum Gesamtergebnis beisteuerte. Den höchsten Tagespreis für einen Rotwein erzielte das Weingut Meyer Näkel, dessen 2007er Spätburgunder "SR" mit 142,44 Euro zugeschlagen wurde, gefolgt vom Weingut Jean Stodden, das für seinen 2007er Mayschoßer Mönchberg 121,20 Euro erhielt.
Den höchsten Tagespreis eines rheinhessischen Weines erzielte das Weingut Keller für seine 2007er Trockenbeereenauslese aus der Westhofener Abtserde, wovon 30 halbe Flaschen zu jeweils 512,30 Euro den Besitzer wechselten. Das Weingut Wittmann erzielte 374,85 Euro für seine Doppelmagnum-flaschen 2008 Morstein Riesling Großes Gewächs. Exakt zum gleichen Preis wurde das gleiche Format des Pfälzer Weinguts Christmann aus dem Idig zugeschlagen. Den höchsten Tagespreis für einen Pfälzer Wein erzielte das Weingut Dr. von Bassermann-Jordan mit 924,63 Euro für eine Magnum-flasche Deidesheimer Hohenmorgen Riesling Trockenbeerenauslese.
Für die Weine der Nahe gab es mit 3.748,50 Euro einen neuen Rekordpreis, den das Schlossgut Diel für eine Flasche 1945er Goldloch Edelbeerenauslese erzielte. Eine Flasche 1969er Schloßböckelheimer Kupfergrube der Gutsverwaltung Niederhausen-Schloßböckelheim brachte es auf 824,67 Euro, das Weingut Dönnhoff erzielte 424,83 Euro pro Flasche 2008er Riesling Eiswein aus der Lage Oberhäuser Brücke. Den höchsten Tagespreis für einen trockenen Nahewein erzielte das Weingut Emrich-Schönleber für seine Doppelmagnumflaschen 2008er Riesling "A.de.L.", dessen 75er Spätlese aus dem Halenberg mit 249,90 zugeschlagen wurde.
Insgesamt wechselten 2.453 Flaschen den Besitzer, der Gesamtumsatz erreichte 257.034,65 Euro.
(Text: Pressemitteilung des VDP Nahe-Ahr)
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